Geschichte

Die erste Besiedlung der Gegend von Wünnewil geht auf die Römerzeit zurück. Im 11. Jahrhundert gehörte das Gemeindegebiet dann zum Einflussbereich der Zähringer, wovon Reste ehemaliger Befestigungen beim Altschloss in Wünnewil und in Dietisberg zeugen.

Auch die Gründung der Pfarrei Wünnewil geht auf die Zeit der Zähringer zurück. Erstmals erwähnt wurde die Kirche 1128. Sie war der heiligen Margaretha geweiht. Die Pfarrei umfasste damals das Dorf Wünnewil und die Weiler Dietisberg und Elswil.

Die Gegend von Flamatt war lange Zeit unbedeutend, wurde aber mit der Grenzregelung von 1467 freiburgisch und in der Folge der Pfarrei Wünnewil zugeteilt. In dieser Zeit war Sensebrück ein wichtiger freiburgischer Zollposten. Dieser erlangte auch Bedeutung durch die „sensischen Tagsatzungen“ welche sich im Zollhaus trafen. Dabei wurden Fragen von gemeinsamem Interesse diskutiert und Lösungen zu Meinungsverschiedenheiten gesucht. 1529 kam es zu ernsthaften Auseinandersetzungen, weil Bern die Reformation einführte und Freiburg den alten Glauben verteidigte.

1848 wurden die Aufgaben und Güter zwischen den Pfarreien und den politischen Gemeinden entflochten, dabei übernahm die politische Gemeinde Wünnewil das Gebiet der alten Pfarrei. Bis zur Grenzbereinigung am 1. Januar 1977 war sie durch das Gemeindegebiet von Bösingen in zwei Teile getrennt. Bei dieser Bereinigung war das Hauptziel, einheitliche Grenzen für Gemeinde, Pfarrei und Schulkreise zu schaffen. 1972 wurde der Gemeindeteil Flamatt in den Namen der politischen Gemeinde integriert, seither heisst die Gemeinde Wünnewil-Flamatt.

Gemeindename

Die Herkunft des Namens Wünnewil ist nicht klar. Er wurde lateinisch ‚vilar winum‘ geschrieben, was übersetzt Weinwil heisst.
Wahrscheinlicher ist jedoch, dass der alte Name Wunnenwil auf einen Allemannen namens Wuno zurück geht.
Flamatt ist auf den Namen Plamatten zurück zu führen, was ebene, flache Matte heisst.

Wappen

Das Wappen stammt aus dem Jahr 1930 und versinnbildlicht mit der goldenen Weintraube, die wohl falsche lateinische Schreibweise ‚vilar winum‘.
Der silberne Balken symbolisiert die damalige Zweiteilung des Gemeindegebiets durch Bösingen.

Dorfgeschichten

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eine Aktion der Kulturkommission Wünnewil-Flamatt

Alte Fotos ziehen uns sofort in ihren Bann. Was, so sah es damals aus? Schau dir diese Kleider an! Weisst du noch? Die Kulturkommission Wünnewil-Flamatt veröffentlicht künftig regelmässig in der Wüfla historische Aufnahmen aus unserer Gemeinde und erzählt die Geschichte(n) dahinter. Bild für Bild wollen wir so die vielen Geschichten unserer Gemeinde sammeln und zeigen, wie sich die beiden unterschiedlichen Dörfer Wünnewil und Flamatt in den letzten 150 Jahren verändert haben.

Das tönt spannend für Sie? Sehr gut. Denn dazu brauchen wir Ihre Hilfe. Besitzen Sie alte Fotos oder Postkarten von Wünnewil-Flamatt? Vielleicht Bilder der alten Wünnewiler Pfarrkirche, dem inzwischen abgerissenen Mädchenschulhaus oder vom Autobahnbau in Flamatt? Haben Sie im Fotoalbum alte Klassenfotos oder Aufnahmen von religiösen Festen und weltlichen Feiern? Möchten Sie erzählen, wie der Alltag in unserer Gemeinde früher aussah? Erinnern Sie sich zum Beispiel noch an die vielen kleinen Lädeli? Oder an ein Erlebnis aus Ihrer Schulzeit? Hüten Sie ein Vereinsarchiv mit historischen Perlen? Steht auf Ihrem Estrich noch eine Schuhschachtel voll mit alten Leidbilder (Tootetaafeli)? Oder besitzen Sie andere Zeugnisse und Objekte zur Dorfgeschichte? Dann melden Sie sich bitte bei uns. Wir freuen uns.

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